Die Nachricht erreichte uns an einem Samstagmorgen
in der Frühe. Ein kalter, trüber Tag. Unangenehmer Wind wehte durchs
Mittelland... dazu die ersten Flocken. Der Winter schickt die ersten
Boten und die Zeit der warmen Tage war definitiv vorbei.
Die traurige Mitteilung erreichte mich
unvorbereitet, unerbittlich, tief. Mein Bruder Heinz war an einem
Herzinfarkt gestorben.
Losfahren, hingehen - ein letztes Mal zum Bruder.
Ein letztes Mal, wo es doch so viele andere Male gegeben hätte.
Erinnerungen fliegen durch den Kopf. Bis man vor ihm steht, ihn
liegen sieht. Jede Sekunde denkt, er spricht einen an - und doch
nichts geschieht.
"Wach auf Heinz, ich bins". Aber die Worte denkt
man nur.... zu verschnürt die Kehle, etwas zu sagen. Und man merkt,
dass man noch vieles hätte sagen wollen - nun nicht mehr kann - nie
mehr.

Markus
A. Brotschi